Ron Boots & Friends
Cool Runnings |
Boots, Aerts, v.d.Heijden
7:35 |
F:R:O:X
Spaceness |
Andreas Kolinski
4:52 |
Oliver Ganz
Dance of the Arpegiators |
Oliver Ganz
5:30 |
Face in a Crowd
Die Planetenbahnen |
Bernhard Kretz
7:00 |
Otarion
Mylene |
Rainer Klein
9:09 |
Peter Mergener
Lost Sequence |
Peter Mergener
5:16 |
Cosmic Hoffmann
Der Weltraumboogie |
Klaus Hoffmann-Hook
3:49 |
Danger in Dream
Skyway |
A. Guelfenburg & R. Wittek
10:00 |
Startle B
K.I.M. |
Jan Steiner
5:08 |
Arcanum
141 Days - Clubmix |
Bernd Braun
7:31 |
Descon Mission
February Dreams |
U. Bludau & N. Dzubiel
5:35 |
AXESS
The Pilgrim Soul |
Axel Stupplich
7:54 |
Auszug aus dem Vereins-Magazin schalldruck (Ausgabe 16, Juli 2002)
Editorial
Hallo Ihr treuen schallwender,
es ist vollbracht! "schallplatte 4" is
out now!
Die "schallplatte" - unsere Vereins-CD
- gibt´s inzwischen ja bereits zum vierten Mal als Beilage zum "schalldruck".
Dieser Silberling ist mittlerweile ein begehrtes Sammler stück geworden;
denn: es gibt ihn nicht im Handel und auch nicht zu Wer bezwecken. Er ist
ein exklusives Angebot nur für Mitglieder des schall wende e.V. Und
nur unter dieser Maßgabe stellen uns die Musiker ihre Titel kostenlos
zur Verfügung und unterstützen damit natürlich unseren Verein.
Gerade bei der "schall platte 4" haben sich die Künstler mächtig
ins Zeug geworfen. Mit sage und schreibe 38 (!!!) eingereichten Titeln
können wir uns über Zuspruch und Fleiß der Musiküsse
ja wohl nicht beklagen. Allen Einsendern hier und jetzt ein riesengroßes
Dankeschön für ihre Mühen. Wir wissen sie zu schätzen
und freuen uns sehr, dass die schallplatte von den Musikern somit auch
anerkannt wird. Hätten sie uns sonst so viele Musikstücke zugeschickt?
Also noch mal: many thanx an all unsre Musiker!
Nur ist ja leider nun mal Fakt: 38 Titel
passen nicht auf eine CD, so dass "Aus scheidungskämpfe" nötig
wurden. – Mitte Mai folgte dann die endgültige Auswahl, welcher Titel
es nun auf die schallplatte 4 schafft.
Ich kann nur sagen: wir hatten so viele
tolle Stücke, dass uns allen die Entscheidung wahrlich nicht leicht
gefallen ist. Diese schwierige, aber schöne "Entscheidungs-Schlacht"
um die schallplatte 4 ist für die elf Juroren ja nun erfolgreich geschlagen.
Wir haben jetzt zwölf Titel ausgewählt, die unsrer Meinung nach
euren Ohren gefallen dürften.
Übrigens: Von den elf Juroren wusste
außer (zwangsläufig) Klaus und mir keiner der anderen neun,
von wem die Musik ist. Erst, als alle ihre Wahl getroffen haben, wurde
das "Geheimnis um die Musiker" gelüftet. So konnte jeder Juror nur
seine Ohren befragen und musste sich nicht durch eventuelle Sympathien
/ Antipathien gegenüber den Musikern in Gewissenskonflikte stürzen.
– Ihr seht also: nur die Musik ist und war entscheidend - und das ist auch
gut so!
Und auch noch ganz wichtig: Titel, die
wegen Platzmangels nicht berücksichtigt werden konnten, sind nicht
schlechter als die anderen. Aber irgendwie muss ja eine Entscheidung fallen
und da wir alle nur Menschen sind (auch die Juroren), entscheidet letztendlich
der subjektive Geschmack eines jeden Einzelnen. Doch bei 11 Juroren - und
damit 22 Ohren - könnt Ihr sicher sein, dass da für jeden Geschmack
etwas dabei sein wird. Deshalb geht ein Mega-Dank an die Jury, die inzwischen
sicherlich schon fast jeden Titel mitsummen kann. Ohne ihre EM-verwöhnten
Ohren gäbe es keine schallplatte 4!
Wollt Ihr wissen, welche elf schallwender
ihre Ohren zur Verfügung gestellt haben? Bitte sehr, hier kommt das
"Outing":
Herbert Breitinger, Thomas Conze, Joschi
Dewald, Volker Förster, Bernd Hoffmann, Frank Korf, Peter Kukry, Claudia
Schallenbach, Klaus-Ulrich & Sylvia Sommerfeld, sowie Günther
Waschk.
Nach heftigen Beratschlagungen, welcher
Titel es denn nun auf die schallplatte 4 schafft, sind wir froh, dass mit
vier Künstlern auch 1/3 Newcomer mit von der Partie sind. Schließlich
haben wir uns ja laut Satzung insbesondere der Förderung von EM-Neulingen
verschrieben.
Des weiteren möchte ich nun auch
die Gelegenheit nutzen, um mich ganz besonders bei zwei Menschen zu bedanken.
Zum einen: Herbert Breitinger - er konnte uns noch ein letztes Mal das
Cover nahezu kostenlos herstellen. Mit wie vielen Mark und jetzt auch Euro
Herbert damit dem Verein "gesponsert" hat, bleibt sicherlich sein Geheimnis.
Auf jeden Fall profitiert die gesamte "schallwende-Familie" davon.
Und zum anderen: Gerd Wienekamp – er hat
nun bereits zum vierten Mal das Maste ring der schallplatte übernommen
und dafür überhaupt nichts haben wollen. Unglaublich, aber sehr
erfreulich, was wir für Leute in unseren Reihen haben! - Also Hebbie
und Gerd, der Verein singt nun für euch ganz laut im Chor: Daaaaaaaaaaaaaaaaaanke,
danke, danke!!!
Sylvia Sommerfeld
Aus dem Booklet:
Boots
& Friends: Cool runnings
Ihr hört hier Harold van der Heijden
an seinem Schlagzeug, Kees Aerts an Synths und Percussions, sowie Ron Boots
an den Synthies. Die hochfliegenden Sequenzen brachten den Saal damals
zum Kochen!
"Cool Runnings" wurde also während eines
Konzertes im Jahr 2000 in Huizen uraufgeführt. Es entstand im selben
Jahr während eines Spanienurlaubs, in dem Ron und Kees gemeinsam ihre
Ideen für das damalige "Joie de Vivre – Konzert" in Köln ausgebrütet
haben. Doch leider wurde dieser Titel damals nicht rechtzeitig zum Konzert
fertig, aber am 30 Oktober 2000 in Huizen war es dann soweit: "Cool Runnings"
konnte endlich live-gespielt werden – und: diese einzigartige Aufnahme
spiegelt das Feeling nun wieder.
Schnelle Sequenzen, ausgefuchstes Schlagzeug
und fette Soli – diese Kombination brachte uns natürlich besonderen
Spaß beim Spielen.
Wir hoffen, dass bei diesem Stück auch
bei Euch das Blut in den Adern schneller pulsiert - genau wie es damals
bei uns der Fall war.
Harold, Kees und Ron
F:R:O:X:
Spaceness
F:R:O:X ist ein Gemeinschaftsprojekt der Musiker
und Produzenten Andreas Kolinski und Volker Förster, die als AKMusique
bzw. Stargazer zahlreiche internationale Veröffentlichungen in den
Bereichen Chill, Lounge und House vorweisen können. Im Gegensatz zu
den Studioprojekten ist die Ausrichtung von F:R:O:X auch auf Live-Präsentationen
gerichtet, wie die erfolgreiche Premiere im Planetarium Erkrath unlängst
bewies. "Spaceness" eine Komposition und Produktion von Andreas Kolinski,
ist ein Titel aus dem facettenreichen Multi-Media- Programm, der in Kürze
auch auf CD erhältlich sein wird. — Liebe Grüße aus Düsseldorf
Volker Förster
Oliver
Ganz: Dance of the Arpeggiators
Der auf dieser schallplatte vorliegende Titel
ist eine Auskopplung aus meiner brand neuen CD "Dance of the Arpeggiators"
in Kurzfassung. Das Original hat eine Spiel zeit von 10 Minuten.
Arpeggiatoren (bzw. engl.: Arpeggiators)
= Begriff aus dem klassischen Musikbereich. Da wird eine einfache Begleitung
als sogenanntes "Arpeggio" bezeichnet. Interessantestes Beispiel: Ravels
"Bolero". Das ist im Grunde ein einziges Arpeggio, welches in Variationen
sich immer wiederholt und zum Ende hin steigert. Ein Arpeggiator ist der
technische Teil eines Synthesizers, der so programmiert werden kann, dass
er eben diese Arpeggios automatisch spielt. Kraftwerk, Jean Michel Jarre
und TD hätten ohne dieses technische Detail eigentlich keine richtige
Musik machen können oder sie hätten sich angehört wie Tomita
oder Kitaro ...
Das ist ja auch das Besondere am "Dance of the Arpeggiators". Ich habe wochenlang gesessen, um die Arpeggiatoren meiner Synthesizer zu programmieren. Das Gerüst des eigentlichen Songs ist im Grunde nichts anderes, als ein sehr komplexes Arrangement aller Arpeggios, so dass es in seiner Gesamtheit die korrekte Begleitung ergibt. Zu der habe ich dann selbst noch gespielt, um den Stücken Charakter und Wärme zu geben. Insgesamt habe ich also die Technik der alten Meister benutzt, aber als Klangerzeuger modernste Tonerzeuger und Effektprozessoren eingesetzt. Ich hoffe, Euch gefällt´s und Ihr habt genau so viel Spaß beim Hören wie ich beim Spielen.
Liebe Grüße aus Liederbach (Main-Taunus-Kreis)
Oliver Ganz
Face
in a Crowd: Die Planetenbahnen
Die Planetenbahnen: das derzeit aktuellste Stück aus meinem "Portfolio", wie man so schön sagt. Obwohl ich - mit Unterbrechungen - schon seit mehr als 20 Jahren mit dem Synthie musiziere, bin ich ja erst seit etwas mehr als einem Jahr auf den Computer als Werkzeug gekommen. - Der Umstieg von Hardwaresequenzern ist mir sehr schwer gefallen, zunächst steht da ja immer der Kampf mit der Technik, die vielen hundert oder tausend Funktionen der Software kennenlernen (und da steh´ ich immer noch ganz am Anfang!) ... dann auf ganz neue Art die Sequenzen zusammenbasteln. - Für mich hat es bedeutet, die ganze Arbeitsweise komplett umzustellen und auf ganz neue Weise an das Entstehen einer Komposition heranzugehen. Ich hab´ seit ich den Computer nutze, eben sehr viel experimentiert und beim Experimentieren kommt mittlerweile mehr und mehr auch Musik raus; - das jüngste Experiment mit Textschnipseln und gesprochenen Vocals hat als Ergebnis "Die Planetenbahnen" hervorgebracht. Ich wünsche damit allen EM-Fans viel Spaß beim Anhören, und vor allem: eine angenehme Kopf-Reise in die unendlichen Weiten des Weltalls ... mit Warpgeschwindigkeit!
Bernhard Kretz
P.S. Die Textfragmente in "Die Planetenbahnen" wurden verwendet mit freundlicher Genehmigung des Hoffmann und Campe Verlages, Hamburg. Sie entstammen dem Hörbuch "Das Universum in der Nussschale" von Steven Hawking, eine Hörproduktion des Hessischen Rundfunks und von Hoffmann und Campe Hörbücher 2001.Otarion:
Mylene
Der Name des Titels "Mylene" kommt nicht von ungefähr. Als Fan von Mylene Farmer inspirierte mich ihre Musik. Ihre melodischen und abwechslungsreichen Lieder liegen voll auf meiner Wellenlänge. Da ich bei meiner Musik großen Wert auf Abwechslung und kompositorischen Anspruch lege, sind Verknüpfungen von verschiedenen Stilrichtungen in diesem Stück ein Muss.
Rainer Klein
Peter
Mergener: Lost Sequence
Zum Titel „Lost Sequence“ gibt es eigentlich
nicht so viel zu sagen, außer dass er im Rahmen der Arbeiten zu „Cruisin´“
entstanden ist und durch ein Versehen von mir von der Harddisc gelöscht
wurde. (Lost Sequence = hier: menschliches Versagen ...)
Gott sei Dank hatte ich schon eine Mischung
auf DAT, die ich dann klanglich für Eure schallplatte 4 noch bearbeitet
habe, Ihr habt also ein Unikat, was nicht mehr umarrangiert werden kann.
Ich freue mich schon echt auf die fertige schallplatte und verbleibe mit
lieben Grüßen Euer
Peter Mergener
http://www.peter-mergener.de/,
p.mergener@t-online.de
Cosmic
Hoffmann: Der Weltraumboogie
(1982, K. Hoffmann – Hoock / Verlag: Manuskript)
Es war mal wieder einer dieser "magischen"
Momente, als ich mich Anfang 1980 ernst haft fragte, warum die ganze Welt
(die "Neue Deutsche Welle" begann gerade die BRD zu erobern) mit einfachsten
Liedchen einen solch enormen Erfolg verzeichnete, ich hin gegen seit mehr
als anderthalb Jahrzehnten mit meiner "ernsten" Musik so erfolglos blieb.
Da hörte ich im Radio LA DÜSSELDORF mit ihrem "Cha Cha 2000",
dessen lustiger Titelname für mich das "Oberfertigste" war, was die
Szene damals zu bieten hatte.
Ich setzte mich daraufhin mit dem Mut der
Verzweiflung an meinen neuen KORG PS-3100 Polysynthy und begann intuitiv
eine derart simple Melodie zu spielen, dass mir in der Urfassung nur das
gesprochene Wort "Weltraumboogie" dazu einfiel, das mich aber schon zu
höchst erheiterte. Die mitgeschnittene Kassette inspirierte meinen
(damals beim WDR und in der Musikpresse tätigen) Freund Andreas Hub
derart, dass er mich bat, den Song mit einem "vernünftigen" Text versehen,
neu aufzunehmen. Georg Mahr, der heute mit Pete York (ex-Spencer Davis
Group) tourt, half mir bei dieser Arbeit.
Nach einigen Wochen war ein ordentliches
Band in meinem Dachkammerstudio erstellt, auf das, durch Andreas’ Vermittlung,
eine große Plattenfirma sofort tierisch abfuhr. Ich höre noch
den Labelmanager von "Megahit" und "Granatensong" reden. Innerlich wurde
mir dabei klar, dass ich jetzt wohl endlich das passende "Niveau" erreicht
hatte, um reich und berühmt zu werden. Nachdem die Single mit Riesenstudioaufwand
(der im Endeffekt nur einige kleine Nuancen verbesserte!) überarbeitet
worden war, harrten wir der Dinge, die da kommen sollten.
"Da Da Da" ebenso wie "Wir düsen, düsen,
düsen im Sauseschritt" gingen an uns vorbei und wir fragten uns allmählich,
wann denn zum Teufel unsere Single endlich mal rauskäme, denn die
erfolgreichen "neugewellten" Songs schlugen genau in die Kerbe, die wir
schon lange vorher mit dem "Weltraumboogie" abgedeckt glaubten. Nach quälenden
anderthalb Jahren kam die Platte 1982 endlich ohne viel Promotionunterstützung
raus und – versandete. Immerhin war ich zum erstenmal (es sollten später
mit Mind over Matter noch viele Male folgen) bei Winfrid Trenkler in der
WDR-Radiothek zu Gast und hatte einen kleinen Radio Bremen Fernsehauftritt
(mit Georg in seinem zum Schießen komischen "Summsemann-Kostüm"
mit zwei blinkenden LED-Fühlern!). Die BRAVO kommentierte nach der
jahrelangen, vollen NDW-Breitseite unseren "Weltraumboogie" verständlicherweise,
dass sie "den Quatsch allmählich nicht mehr hören könne"
(Zitat).
Mir wurde klar, dass die kommerzielle Schiene
für mich in Zukunft absolut nicht mehr in Frage kommen würde.
Ich verzog mich für vier Jahre in mein Studio und schuf in aller Ruhe
das erste MoM-Album "Music for Para dise". Bei späteren Radioterminen
war ich immer wieder erstaunt, wie bekannt dort der "Weltraumboogie" war,
der mir doch schlussendlich manche neue Tür öffnete. So kann
manchmal auch ein Flop auf dem eigenen Weg hilfreich sein.
Klaus "Cosmic" Hoffmann-Hoock
Danger
in Dream: Skyway
"Skyway" heißt der Beitrag des Elektronik-Projektes Danger in Dream (Robert Wittek und Alexander Guelfenburg). Dieser Titel ist ein Exzerpt eines längeren Stückes, das die beiden Österreicher für ihr zweites Album aufgenommen haben. Es ist ein Vorbote der neuen CD, die wieder mit einigen klanglichen und konzeptionellen Überraschungen begeistern wird. "Skyway" ist die konsequente Weiterentwicklung des erfolgreichen, im Vorjahr erschienen Albums "entrance". Besonders erfreulich ist für viele Elektronik-Fans, dass sich Danger in Dream weiterhin ganz der neuen Berliner Schule widmen, ein von den beiden Musikern entwickelter Stil. Nicht ganz zufällig an die Glanzzeit der Elektronischen Musik erinnernd, gelingt "Danger in Dream" die Symbiose von Analogsauriern und modernen computergenerier ten Klangerzeugern perfekt. Mit "Skyway" bekommt der Fan jedenfalls einen kleinen Vorgeschmack auf das neue, mit Spannung erwartete Album.
Robert Wittek & Alexander Guelfenburg
Startle
B: K.I.M.
Ich habe dieses Stück extra für
die schallplatte komponiert. Ich wollte mal etwas Orientalischeres machen,
diese Instrumente gefallen mir immer sehr gut. Es sollte wie immer ruhig,
aber dennoch mit Groove sein. Deshalb auch K.I.M. 2002 - natürlich
auch etwas witzig gemeint: "Kitaro in the Mix 2002" ...
Besonders lange habe ich an dem Beat gebastelt,
er ist nämlich aus mehreren Drum-Samples zusammengesetzt und durch
den "Effekte-Wolf" gezogen ...
Ich wünsch´ Euch viel Spaß beim Hören!
Liebe Grüße aus Herne
Jan Steiner
Arcanum:
141 Days ...
"141 Days" ist durch eine emotional sehr bewegte Zeit entstanden, in der ich durch einen Sturm von Gefühlen ging. Ich danke Petra (die Kleine mit dem großen Herzen) aus Köln für diese Zeit.
Liebe Grüße
Bernd Braun
Descon-Mission:
February Dreams
Der Titel ist in einer unserer unendlich langen
Sessions im Februar diesen Jahres entstanden.
Der Arbeitstitel war folglich "Februar".
Wir legen alle unsere Titel erst mal unter dem jeweiligen Monatsnamen ab.
Mit dem notwendigen Abstand werden die entstandenen Stücke dann weiter
bearbeitet oder, was leider meistens geschieht, wieder gelöscht.
Dieser hier hat’s überlebt und wurde
dann im Monat April anlässlich der Ausschreibung zur schallplatte
4 fertiggestellt.
Unsere gesamte Kreativität steckten
wir dann in die Namensgebung und aus dem schlichten Februar wurde "February
Dreams".
...Viel
Spaß beim Anhören!!!
Uwe Bludau & Norbert Dzubiel
AXESS:
The Pilgrim Soul
Hallo Schallwende Team!
Da Ihr ja bei den Songs auf den "schallplatten"
auch immer nach der Entstehungsgeschichte fragt, möchte ich hier kurz
erläutern, wie ich auf die Idee zu "The Pilgrim Soul" gekommen bin.
Als ich die Nachricht von der geplanten schallplatte No. 4 erhielt und
alle Künstler aufgerufen wurden sich mit einem Song an der CD zu beteiligen,
saß ich gerade an der Arbeit an meinem Solo-Projekt. Mein erster
Gedanke war, einen Song von der geplanten CD "First Light" zu nehmen und
ihn dem schallwende e.V. für die schallplatte zur Verfügung zu
stellen. Doch dann habe ich mir überlegt, dass ich ebenso etwas komplett
Neues machen könnte. Den Ausschlag gab dann Sylvias Kommentar, dass
meine Musik immer so schön melodisch und was fürs Herz ist. Zwar
sind auch auf der im Sommer erscheinenden CD solche Stücke drauf,
doch gerade die für die "schallplatte" ins Auge gefassten Werke waren
von der etwas schnelleren und härteren Gangart.
Also setzte ich mich an meine Geräte
und begann die Arbeit an dem neuen Stück. Da ich auch so meine Probleme
habe, Namen für meine Songs zu finden, wurde alles erst einmal unter
dem Projektnamen "Summer in the Field" gespeichert. Der endgültige
Name ergab sich erst viel später aus einem im Vocal-Sample vorkommenden
Satzfragment. Bei diesem Sample handelt es sich übrigens um das Gedicht
"When you are old" von William Butler Yeats, einem irischen Dichter, der
um die Jahrhundertwende gelebt hat.
Dieser Song ist sicherlich typisch für
meine Musik, melodische Harmoniewechsel, mehrere im Hintergrund tanzende
Sequenzen und dazu der prägnante Solosound, der auch schon so manchem
PP-Stück seine persönliche Note gegeben hat. Daher hoffe ich,
dass alle, die die Musik von Pyramid Peak mögen, auch Gefallen an
diesem Stück und natürlich der im Sommer erscheinenden CD finden
werden.
Last but not least möchte ich dieses
Stück auch speziell einer Person widmen, unabhängig davon, ob
es für die "schallplatte" ausgewählt wird oder nicht!
Es gibt nicht viele, die sich aufopferungsvoll
und mit vollem persönlichen Einsatz um den Erhalt und auch die Verbreitung
der Elektronischen Musik kümmern, von den Künstlern selber einmal
abgesehen. Auch wenn vieles in der Vergangenheit vielleicht nicht so rosig
aussah und viele vor Enttäuschung abgesprungen sind, gab es immer
noch ein paar Recken, die weitergemacht haben und sich auch durch persönliche,
gesundheitliche Rückschläge nicht vom Kurs haben abbringen lassen.
Und wie es aussieht, ist die Wende geschafft, es ist wieder Licht am Ende
des Horizonts!
Daher ist es meine ganz persönliche
Meinung, dass gerade diese Personen es endlich einmal verdient haben, dass
man ihnen ein Stück der geliebten Musik widmet. Ich möchte den
Anfang machen und danke Sylvia Sommerfeld für Ihr Engagement und den
unerschütterlichen Einsatz für unsere Musik. Dieses Stück
ist ihr gewidmet.
Axel Stupplich
Leverkusen im März 2002